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Hilde Boaron: Verbotene Liebe im Nationalsozialismus

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History | Ergreifende Erinnerungen

Hilde Boaron: Verbotene Liebe im Nationalsozialismus

Die Niederösterreicherin Hilde Boaron war zur Zeit des Nationalsozialismus mit Anton Boaron liiert, der keine anerkannte Staatsbürgerschaft besaß – eine Beziehung, die im NS-Regime unerwünscht war. Als Folge der sogenannten Nürnberger Gesetze griff die NS-Diktatur im Sinne der „Rassenhygiene“, der „Erbgesundheitspflege“ und der „Ausmerzung unwerten Lebens“ auch ins intimste Privatleben ihrer Untergebenen ein. Zahlreiche Menschen mussten im Rahmen dieser permanenten Überwachung, an der Bezirksgesundheitsämter ebenso beteiligt waren wie etwa auch Standesämter, sogenannte Ehetauglichkeitszeugnisse erwerben, bevor sie ihre Beziehungen legalisieren konnten. Hilde Boaron erzählt, wie ihr Arbeitgeber sie aufgrund ihrer Beziehung zu einem Staatenlosen unter Druck setzte und ihr mit einer KZ-Haft drohte. Nichtsdestotrotz hielt Hilde Boaron an ihrer Beziehung zu Anton Boaron fest, den sie nach dem Krieg heiratete.

Sendung: ÖBB: Verdrängte Jahre
Gestaltung: Marcus Marschalek und Traude Kogoj

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