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„Wenn mir nach 1945 nur mit einem Prozent so viel geholfen worden wäre“

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History | Ergreifende Erinnerungen

„Wenn mir nach 1945 nur mit einem Prozent so viel geholfen worden wäre“

Jahrelang in NS-Erziehungsanstalten verwahrt, ohne Schulabschluss, dafür jedoch mit einer Vorstrafe durch die NS-Justiz gebrandmarkt, schaffte es Friedrich Zawrel (1929–2015) nach seiner Befreiung aus dem NS-Jugendstrafvollzug im Mai 1945 nicht, in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Er beging Eigentumsdelikte und fand sich 1975 erneut seinem ehemaligen Peiniger Dr. Heinrich Gross gegenüber, der als Gerichtspsychiater Karriere gemacht hatte. 1950 war Gross für seine „Am Spiegelgrund“ verübten Verbrechen zwar zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, das Urteil wurde aber später wieder aufgehoben. Er konnte sogar in der SPÖ Karriere machen. Zawrel wollte Gerechtigkeit und kämpfte ohne juristische Unterstützung unermüdlich gegen die österreichische Justiz, die bestrebt war, den „Fall Gross“ zu vertuschen. Mit Erfolg: 1997 wurde Heinrich Gross für die Verbrechen, die er in der Kindereuthanasieanstalt „Am Spiegelgrund“ verübt hat, erneut angeklagt. Zu einer Verhandlung kam es jedoch nicht mehr. Heinrich Gross starb im Jahr 2005.

2016 wurde die Neue Mittelschule Hörnesgasse in Wien-Landstraße in Friedrich-Zawrel-Schule umbenannt.

Sendung: Report: Opfer vom Spiegelgrund
Gestaltung: Sabine Zink und Heidi Frank

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