Maria Dovćak: „Wir können kein Fräulein brauchen!“

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History | Ergreifende Erinnerungen

Maria Dovćak: „Wir können kein Fräulein brauchen!“

Die Mutter von Maria Dovćak war frühzeitig verwitwet und musste alleine zwei Kinder großziehen. Sie nahm eine Stelle als Haushälterin beim Verwalter eines Meierhofes an und wurde von ihm geschwängert. Ein uneheliches Kind galt in den noch vom katholischen Christentum dominierten Moralvorstellungen um die Jahrhundertwende als Schmach und Schande. Die Mutter wird vor der Geburt des Kindes nach Wien geschickt, um das Kind dort zur Welt zu bringen, das Neugeborene an Pflegeeltern gegeben. Nach zwei Jahren wird Maria Dovćak von ihren Pflegeeltern adoptiert. Offenbar eine begabte Schülerin, empfiehlt ihr Schullehrer ihren Eltern, ihr einen weiteren Schulbesuch zu ermöglichen. Doch diese entscheiden anders: „Ein Fräulein“, das nur lernt und zur Schule geht, aber kein Geld nach Hause bringt, konnten arme Menschen sich damals nicht leisten. Eine Frauenbiografie, die das Elend und die Unterdrückung, der Millionen Frauen ausgesetzt waren, wiedergibt.

Anmerkung der Redaktion:
Im Interview wird von einem „Deputat“ gesprochen. Dabei handelt es sich um eine Sachleistung, die zusätzlich zum Lohn und Gehalt erbracht wird.

Gestalterin: Rubina Möhring

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