Stefan Zweig, der heimatlose Europäer

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History | Bundesland im Porträt

Stefan Zweig, der heimatlose Europäer

Stefan Zweig zählt zu den bekanntesten Schriftstellern, die Österreich je hervorgebracht hat. Der Film zeichnet sein Leben als Sohn jüdischer Eltern im Wien der Habsburgermonarchie nach und beschreibt seine Tätigkeit im Kriegsarchiv während des Ersten Weltkriegs. Die Ära seines erfolgreichsten Schaffens erlebte er in Salzburg. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher auf den öffentlichen Scheiterhaufen im Deutschen Reich verbrannt und konnten nicht mehr im deutschen Insel Verlag erscheinen. Zweig emigrierte nach London und nahm später die britische Staatsbürgerschaft an. Aus Furcht vor einer Internierung zog er schließlich in die USA, kurz darauf nach Brasilien. Im Februar 1942, am Höhepunkt der nationalsozialistischen Macht in Europa, schien ihm jede politische Wende unmöglich. Zweig beging, schwer depressiv, Selbstmord. In einem Abschiedsbrief beteuerte er, dass durch die Zerstörung der "geistigen Heimat Europa" seine Kräfte "durch die langen Jahre heimatlosen Wanderns erschöpft" seien.

Sendung: Der heimatlose Europäer
Gestaltung: Peter Zurek, Wolfgang Hackl
Interview mit: Knut Beck (Lektor Fischer-Verlag)

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